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Zuhause Kompostieren

- die Würmer die ich rief...


Ihr habt es ja sicher schon alle mitbekommen: meine Familie und ich suchen neue Wege um Müll zu vermeiden oder anfallenden Abfall richtig zu verwerten. Nach einigen Recherchen in den weiten des Internets, bin ich auf eine gute Alternative gestoßen, auch den Biomüll sinnvoll zu nutzen. Klingt komisch? Isses garnicht!

Deshalb möchte ich euch hier einen kleinen Einblick in das Kompostieren mit Würmern geben.


Für die Lesefaulen hier vorab ein paar Infos:

- für Wohnungen ohne Garten geeignet

- Bioabfall sinnvoll für die Umwelt nutzen

- wertvollen Wurmhumus selber herstellen (tolle Erde für Pflanzen)

- wertvollen Wurmtee nutzen als Dünger für Pflanzen

- einen Beitrag für die Umwelt leisten

- Wurmkomposter zu bekommen bei www.natursache.de Preis: 174 Euro

- für Angler: immer genügend Köder


Der Komposter


Der Komposter, der übrigens für mich der stylischte auf dem Wurmmarkt ist, kann in einer der vier Farben geliefert werden: grün, braun, elfenbein und grau. Preislich liegt er bei 174 Euro und kommt mit allerlei Zubehör in sein neues Zuhause.


- Komposter mit 2 Etagen

- 1000 Kompostwürmer

- Handbuch

- Handschaufel

- Handschuhe


Und ja! Im Inhalt ist deshalb so oft was Wort "Hand" erhalten, weil man eben alles mit der Hand machen muss. Logisch, oder? Die kleinen Würmer lassen sich eben nicht mit dem Handy füttern und sind deshalb auch eine tolle Sache für Kinder die die Natur Zuhause hautnah erleben können. Aber darauf gehe ich später noch näher ein.


Der Aufbau gestaltet sich sehr easy. Einfach die Füßchen an die untere Etage schrauben. Achtung - ohne Mukkis kommt man hier nicht so weit...ich musste meinen Mann fragen weil ich so dünne Ärmchen ohne Power habe. Danach den Verschluss für den Wurmtee anbringen und schon steht dat Teil. Das nenne ich mal praktisch!



Die Einrichtung


Nun geht es ans Eingemachte...im wahrsten Sinne des Wortes. Die Würmer, die in einem festen Beutel nun auf ihr Zuhause warten, haben sich zu einem engen Knäuel zusammen gefunden. So können sie bis zu einer Woche überleben und in aller Ruhe umgesetzt werden. Wer aber so wie ich einfach zu neugierig ist und sofort ranklotzen will, der kann das nun tun.


Ich hatte mich dazu entschieden, alle Etagen aufzubauen. So werden also einfach die beiden Etagen aufeinander gesetzt und die obere für die Umsetzung vorbereitet. Damit deine neuen Haustiere nicht die Biege nach unten machen, kannst du die Löcher mit Pappe bedecken. Dazu eignet sich super der Karton, in dem der Komposter zu dir nach Hause gekommen ist oder anderes festes Verpackungsmaterial. Der Boden wird nun gut ausgelegt. Ist das geschafft, kann es auch schon an die Würmer gehen. Einfach den Beutel öffnen, die Würmer mit dem Humus auf der Pappe verteilen und fertig! Für mich war dieser Moment wohl der aufregendste. In der Natur sieht man vielleicht mal ein oder zwei Würmer auf einem Haufen...und hier sind es gleich mehrere Hände voll. Ich für meinen Teil fand es total spannend. Sobald die Würmer im Komposter sind, vergraben sie sich in dem mitgelieferten Humus / Substrat Pferdemist und warten auf Futter und Dunkelheit.



Die erste Fütterung


Würmer sind hungrig, doch sie fressen nicht alles. Scharfes Gemüse oder Dinge wie Zitrone, Knoblauch und Chili sind Tabu. Zum Einstieg bietet sich an, ein bisschen Apfelmus auf der Erde zu verteilen, ein bisschen Salat oder Gurke. Wichtig bei allen Speisen: bitte klein schneiden. So können die Würmer besser fressen und der Kompost kann besser verwertet werden. Achtet ebenfalls darauf, dass ihr den Kompost gut verteilt. So können die Würmer überall fressen und kommen auch gut an die Lebensmittel heran.



Das Mileu


Ich habe gemerkt, dass es manchmal gar nicht so einfach ist, die passende Menge an Nahrung zu füttern. Gibt es zu viel oder zu "feuchte" Nahrungsmittel, wird es den Würmern schnell ungemütlich. In dem Fall, dass die Erde zu feucht ist, kann man einfach ein bisschen Pappe hinzugeben. Ist die Erde zu trocken, eignet sich wieder die Sache mit dem Apfelmus. Konnten die Würmer nicht alles essen und es entsteht Schimmel - an sich ist der nicht schlimm, hat man 2 Möglichkeiten: entweder etwas heraus nehmen oder das ganze mit der Schaufel etwas unterheben. In jedem Fall aber darf der Komposter nicht anfangen zu stinken. Im Normalfall duftet er nach frischer Erde. Ist es anders, stimmt etwas nicht und dann beginnt die Wurmflucht.


Die Wurmflucht


Das zu Beginn ein paar Würmer das Weite suchen und Nachts durch die kleinsten Ritzen nach draußen flüchten, ist ganz normal....denn auch die Würmer müssen sich erst eingewöhnen. Hat sich alles eingespielt, gibt es aber grundsätzlich keine Probleme mehr. Nun ja, es seih denn, es stimmt etwas nicht. Ist das Mileu gekippt durch falsche oder zu viele Lebensmittel, durch zu viel Hitze im Komposter (z.B im Sommer durch die hohen Außentemperaturen) dann hauen die Würmer reihenweise ab und der Grund muss gefunden werden. Hier können die Tipps helfen, die ich euch schon weiter oben gegeben habe. Hilft nichts, dürft ihr auch einfach Kontakt mit dem Verkäufer aufnehmen. Dieser hilft euch in allen Belangen weiter und hat die Mastertipps!


Die Ernte


Läuft alles gut, kann man nach wenigen Wochen den ersten Wurmtee und nach einigen Monaten den ersten Humus ernten. Ist also die Etage voll mit Humus, könnt ihr die volle Etage einfach nach unten setzen. Aus der Erde könnt ihr nun einen kleinen Berg Formen. Im Anschluss wird die zweite Etage mit einem Gitter oben drauf gesetzt. Jetzt können die Würmer ganz bequem zur neuen Futterstelle wandern und werden dort auch bleiben wenn alles gut ist. Die untere Etage kann nun herausgenommen und die Erde geerntet werden. Wurmkompost trocknen und evtl. sieben. Hier können nun die eigenen Pflanzen mit versorgt werden. Als Dünger lässt sich aus dem Erdgeschoss einfach der Wurmtee entnehmen, mit Wasser verdünnen und fertig ist die perfekte Basis für die Pflanzen.


Der pädagogische Wert für Kinder


Ich habe ja schon weiter oben angeschnitten, dass ich das Kompostieren Zuhause für Kinder richtig toll finde. Warum? Sie können sich kümmern und sehen außerdem, wie die Lebensmittel verwertet und aus ihnen etwas neues entsteht. Meine Tochter hat große Freude daran, die Würmer zu füttern und zu beobachten. Für sie ist es sehr spannend, so nah dran und selbst beteiligt zu sein. Kinder spüren auf diese Weise nicht nur, wie wertvoll es ist, sich selbst um die Entsorgung seines Abfalles zu kümmern sondern sie lernen auch, Verantwortung zu übernehmen. Sie werden Teil eines großen ganzen, können sich aktiv einbringen und sogar die Früchte ihrer Arbeit ernten. Tolle Sache wie ich finde.



Mein Fazit


Wo viele die Hände über dem Kopf zusammenschlagen und sich fragen, wie man Würmer Zuhause halten kann, bin ich sehr zufrieden und glücklich mit ihnen. Das Gefühl, auch hier etwas für unsere Unwelt zu tun ist großartig und auch mir macht das Füttern und beobachten der kleinen Tierchen viel Freude. Ich kann es also nur empfehlen und denke, dass jeder das mal ausprobieren sollte. Ich kann mir eine andere Art der Kompostierung nicht mehr vorstellen.


Wer sich informieren möchte oder auch einen Komposter möchte, darf sich hier umsehen:


www.nataursache.de

FB: natursache


Also worauf wartest du noch?